Kleines Jubiläum bei den Schlosskonzerten Königs Wusterhausen

KaWe-Kurier, Bericht: Ronny Reckling, Foto: Peter Adamik und Markus Bechtle

 

Bereits zur fünften Saison laden die Schlosskonzerte Königs Wusterhausen die Klassikliebhaber aus nah und fern ins liebenswürdige Städtchen an der Dahme und feiern damit ihr erstes kleines Jubiläum. Das beinahe märchenhafte Schloss mit Park, Kavalierhäusern und naheliegender Kreuzkirche verströmt eine romantische Atmosphäre, die wie geschaffen für klassische Musik ist. In diesem historischen Rahmen, einst von Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschrieben, befinden sich die beiden Spielorte.

Für das Jubiläumsjahr hat die Pianistin und künstlerische Leiterin des Festivals, Gerlint Böttcher, erneut ein fesselndes Programm zusammengestellt.

Den Anfang machen am 01.09. in der Kreuzkirche das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Timo Handschuh und die international gefragte Pianistin Gerlint Böttcher, deren „Empathie, die am Innersten rührt“, von der Presse gerühmt wird. Schon zum vierten Mal spielen sie hier zusammen. Das Orchester ist eines der wenigen Vollzeit-Kammerorchester Europas und spielte bislang über 300 Tonträger ein. Viele davon errangen internationale Preise. Es erklingt u. a. das hochromantische Klavierkonzert Nr.1 in e-Moll, das Chopin bereits als 20-Jähriger schrieb.

Am 22.09. tritt beim ersten Kavalierhauskonzert das duo suono auf. Dahinter stehen die Flötistin Myriam Ghani und der Pianist Viktor Soos, beide erfolgreiche junge Solisten und Preisträger des renommierten „Deutschen Musikwettbewerbs“. In ihrem Programm „Impressionen aus Frankreich“ wird faszinierende Musik überwiegend französischer Komponisten erklingen. Dieses Konzert wird vom Deutschen Musikrat gefördert.

Beim zweiten Konzert im Kavalierhaus am 07.10. werden der Geiger Albrecht Menzel und die Pianistin Magda Amara erwartet. Albrecht Menzel hat den Nimbus des Wunderkindes hinter sich gelassen und ist mit 26 Jahren ein weltweit derart gefragter Künstler, dass dieses Konzert auf einen Sonntag gelegt werden musste. Ein ganz besonderer Hörgenuss: Er spielt auf einer Stradivari von 1709. Als Solistin und Kammermusikerin ist Magda Amara in Europa und darüber hinaus sehr begehrt. Zu Gehör kommen feurig-virtuose Werke, u. a. von Paganini und Hindemith.

Auch das Abschlusskonzert am 20.10. in der Kreuzkirche hat es in sich. Zu Gast sind die 14 Berliner Flötisten, ein weltweit einmaliges Ensemble, das sich aus den Solisten der großen Berliner Orchester zusammensetzt. Das vor 22 Jahren gegründete Flötenorchester bereichert und begeistert mit seinem unvergleichlichen Klang die gesamte Klassikwelt. Dabei sind auch seltene Flöten wie die Subkontrabassflöte, ein mehrfach gebogenes Monstrum, das von einem Menschen allein kaum zu bewegen ist. Zu hören sind Bravourstücke ihres Repertoires, z.B. „America“ aus der West Side Story.

Vor den Konzerten wird um 17.30 Uhr – am Sonntag, 7.10. um 15.30 Uhr – eine spezielle Schlossführung angeboten, bei der viel Wissenswertes über das Leben Friedrich Wilhelm I. und seiner Familie zu erfahren ist. Im Schlosscafé werden die Gäste mit bestem Kaffee, köstlichen selbstgebackenen Kuchen und weiteren Leckereien verwöhnt.

Veranstalter ist der Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e.V. Alle Samstagskonzerte beginnen um 19 Uhr, das Sonntagskonzert am 7.10. beginnt um 17 Uhr. Weitere Infos gibt es unter:

schlosskonzertekoenigswusterhausen.de. Karten, auch Kombitickets mit Schlossführung, gibt es bei reservix, im Musikladen Brusgatis und an allen anderen Kartenvorverkaufsstellen.