Renommierte Interpreten in Kreuzkirche und Kavalierhäusern

Märkische Allgemeine, Bericht: Karen Grunow

Die Schlosskonzerte Königs Wusterhausen starten mit poetischem Klavierkonzert von Frédéric Chopin in ihre fünfte Saison

Königs Wusterhausen – Bald beginnen sie wieder, die Schlosskonzerte Königs Wusterhausen, die zum nunmehr fünften Mal als kleines, sehr feines Musikfestival stattfinden. Die künstlerische Leiterin der Konzertreihe, die in Eichwalde lebende Pianistin Gerlint Böttcher, wird die diesjährigen Schlosskonzerte eröffnen. Das hat auch schon Tradition, dass sie dann selbst am Flügel zu erleben ist. Bestens bewährte und vom Königs Wusterhausener Publikum stets gefeierte Partner hat sie sich dafür wieder organisiert: „Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim eröffnet zum vierten  Mal das Festival. Wir kennen uns schon jahrelang durch viele gemeinsame Konzerte und mehrere Aufnahmen“, berichtet sie.

Am Sonnabend, dem 1. September, ist es so weit. Das Konzert beginnt um 19 Uhr in der Kreuzkirche. Wer möchte, kann vor diesem und den weiteren Konzerten stets einen geführten Rundgang durch das Museum im Schloss unternehmen. Im Konzert dann geht es unter anderem um Chopin, denn Gerlint Böttcher wird  dessen erstes Klavierkonzert gemeinsam mit dem renommierten Orchester darbieten. Die musikalische Leitung des Abends liegt bei Timo Handschuh.

„Die beiden Künstler Myriam Ghani und Viktor Soos an Flöte und Klavier sind die Gewinner des Deutschen Musikwettbewerbs“, erzählt Gerlint Böttcher über das zweite Konzert der Reihe am 22. September ab 19 Uhr im Festsaal der Kavalierhäuser am Schloss. Als Duo Suono werden sie musikalische Impressionen aus Frankreich bieten.

Ein Künstler, den Gerlint Böttcher schon lange im Blick hatte für die Schlosskonzerte in Königs Wusterhausen, ist der weltweit gefragte junge Geiger Albrecht Menzel. An seiner Seite musiziert am 7. Oktober die Pianistin Magda Amara, die zu den gefragtesten  Kammermusikpartnerinnen gehört. Werke von Geminiani, Hindemith, Paganini und Lekeu werden sie im Festsaal der Kavalierhäuser aufführen. Der Auftritt der beiden herausragenden Musiker beginnt um 17 Uhr.

Ein ganz  außergewöhnliches Ensemble beschließt den diesjährigen Konzertreigen. Die 14 Berliner Flötisten kommen am 20. Oktober ab 19 Uhr in der Kreuzkirche mit Musik von Bach, Mozart, Bizet bis hin zu Tango, Rumba und Pink-Panther-Suite. „Es werden ganz ungewöhnliche Klänge sein, die die Kirche erfüllen“, kündigt Gerlint Böttcher an. „Die Besucher lernen dabei auch sehr selten zu hörende und sehr unterschiedliche Flöten kennen, beispielsweise die kleine Piccoloflöte und ein riesiges monströses Ungetüm, die Subkontrabassflöte, die kaum ein Mensch allein bewegen kann.“  kg

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